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Grünspan - Plattform für Kund und Kultur im Drautal

BEITRAG VOM 10.02.2026

Vorankündigung Ausstellung bildender Kunst

Entgrenzte Wahrnehmung "Tabu – Körper – Bild“

Magdalena Frey im Dialog mit Hanna Hollmann und Iris Kohlweiss

Eröffnung am Samstag, 30. Mai 2026, 19:00 Uhr

Zur Ausstellung spricht: Mag. Dr. Alexandra Schantl, Landessammlung Niederösterreich, Sammlungsbereich Kunst nach 1960 

Eröffnung: MMag.a Brigitte Winkler-Komar, Leiterin der Abteilung Kunst und Kultur des Amtes der Kärntner Landesregierung 

Die KünstlerInnen sind anwesend!

Bitte um telefonische Voranmeldung unter 0676 /70 22 675

 

Ausstellung geöffnet von Sonntag, 31. Mai bis Samstag, 10. Oktober 2026 

Freitag bis Sonntag von 16:00 bis 19:00 Uhr 

Nach Voranmeldung von Schulklassen wird auch vormittags geöffnet! 

 

Magdalena Frey 

In ihrer fotografischen und filmischen Arbeit beschäftigt sich Magdalena Frey mit den vielfältigen Erfahrungen von Menschen, meist von Frauen. Sie richtet den Blick auf Themen, die oft im Verborgenen bleiben: Scham, Schuld, Körperlichkeit, Geburt, Religion und Alltag. Ebenfalls entstehen Porträts von Menschen, die ihr Interesse wecken oder sie faszinieren. Digitale Montage setzt sie als künstlerisches Mittel ein, um Zusammenhänge neu zu arrangieren und vertraute Perspektiven aufzubrechen.

Frey zeigt den menschlichen Körper und individuelle Geschichten direkt, ohne Voyeurismus und hinterfragt gesellschaftliche Normen und Erwartungen. Durch das Zusammenspiel von Intimität, Erinnerung und Bildbearbeitung gelingt es ihr, neue Räume zwischen Erlebtem, Vorstellung und sozialer Konvention spürbar zu machen. Die Ausstellung lädt dazu ein, über Identität, Körperlichkeit und die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem nachzudenken – ein Blick auf das Menschliche, offen, vielschichtig und bewegend.

 

Hanna Hollmann

„Meine Generation der Altaktionisten ist stolz darauf, eine junge Künstlerin wie sie mitbeeinflusst zu haben. Hollmanns Heimat ist die Erotik der Jahrhundertwende, die durchaus einen Bezug mit der atonalen Klangwelt von Schönbergs Wiener Schule hat. Ihre expressiven Zeichnungen sind durch hohes ästhetisches Können, durch die Form ausgestattet. Sie macht aus der Beschmutzungswut der Informellen ein heiliges Beflecken.“[1] Auszug aus  Hermann Nitsch, 2021.

„Es ist ein suchender Strich, der sich seinen Weg seismografisch über das Papier bahnt und von einem achtsamen Blick und einer sicheren Hand geleitet wird. Fragmentarische Formen treffen auf abstrakte Zeichensetzungen, bewusst gewählte Andeutungen auf autonome Strichbündel. Die Linien überlagern sich, werden erweitert, übermalt, ausgelöscht, neu gesetzt und bleiben gleich einem Palimpsest als Spuren eines komplexen Entstehungsprozesses sichtbar.“ 

„Ein bestimmtes Motiv ist Ausgangspunkt für ein Gedankenspiel mit seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen zwischen Erscheinen und Verbergen, Manifestation und Entschwinden.“[2] Auszüge aus Roman Grabner 2022.

 

Iris Kohlweiss 

untersucht in ihrer Arbeit die Dynamik menschlicher Wahrnehmung und deren Bedeutung für die Konstruktion von Wirklichkeit. Ihre Werke entstehen aus einem inneren Spüren: Formen zeigen sich als Empfindung – sie werden gefunden, nicht erfunden. In komplexen Zeichnungen, Leinwandarbeiten und installativen Setzungen verbinden sich Intuition, Struktur und Raumwahrnehmung zu offenen Erfahrungsfeldern. 

Zentral ist dabei der Körper als sensitives Medium zwischen Innen und Außen – Wahrnehmung wird nicht dargestellt, sondern vollzogen. Kohlweiss entwickelt in einem offenen, prozessualen System aus überlagerten Zeichnungen neue geometrische Konstellationen. Diese werden transformiert: von Linie zu Fläche, von Fläche zu Stoff, von Stoff zu Raum. Ihre Arbeiten markieren Übergänge – zwischen Empfindung und Erkenntnis, zwischen Erinnerung und Möglichkeit. Was entsteht, sind Erfahrungsräume von leiser Intensität, die sich dem Betrachter nicht aufdrängen, sondern öffnen. 

 

Termine:  

Eröffnung am Samstag, 30. Mai 2026, 19:00 Uhr

Ausstellung geöffnet von Sonntag, 31. Mai bis Samstag, 10. Oktober 2026

Freitag bis Sonntag von 16:00 bis 19:00 Uhr 

Nach Voranmeldung von Schulklassen wird auch vormittags geöffnet! 

 

Preise Ausstellung:

Eintritt: 3.- €/ Kinder/SchülerInnen  – 18: gratis

Führung: 2.- €/ Kinder/SchülerInnen – 18: gratis

 

Impressum/Ausstellungsort: 

Grünspan – Plattform für Kunst und Kultur im Drautal

Drautalstraße 5

9710 Mühlboden/Feffernitz

 

Kontakt:

DI Margot Fassler, Obfrau des Kunstvereins Grünspan

Mobil: 0676/ 70 22 675

Mail: info@gruenspan.org

Web: http://www.gruenspan.org/