Kirchen

Pfarrkirche St. Leonhard zu Weißenstein

Die Kirche wurde urkundlich erstmals 1149 im Zusammenhang mit einem Freilassungsakt erwähnt, welcher in der Festung (Burg) Weißenstein in Verbindung mit der Kirche unter Beisein des Pfarrers Heinrico (Heinrich) vollzogen wurde. Aus den Urkunden erfährt man, dass die Burg "Wizinstein" ein Leben des Hochstiftes von Brixen war. Angesichts der Überreinstimmung von Erzdiakonats- und Pfarrgrenze gelangte man zu dem Schluss, dass die Pfarre Weißensteins spätestens 1100 existiert haben muss und ebenfalls eine Grüundung des Bistums Brixen war. Die Kirche dürfte um 1460 im spätgotischen Stil neu aufgebaut worden sein: fünfseitiger Chorschluss, Kreuzrippengewölbe, massive Strebepfeiler, Maßwerkfenster.

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Filialkirche St. Gotthard zu Lansach

Die genaue Entstehungszeit dieser Kirche ist unbekannt, doch lässt sich aufgrund des Patroziniums die Kirchengründung St. Gotthard in Lansach unschwer in die Zeit um 1131 versetzen, als die Reliquien des Bischofs Gotthard von Hildesheim zu "Ehren der Altäre" erhoben, dh St. Gotthard heilig gesprochen haben. Seit 1792 ist St. Gotthard eine Filialkirche von Weißenstein. 1982 wurde das Kirchlein innen und außen renoviert und 1983 eingeweiht.

Evangelische Kirche Puch

Die evangelische Kirche Puch war vom Ursprung her eine Filialkirche der Mutterkirche Fresach. Sie zählte zu den Toleranzkirchen, welche im Jahr 1781 durch Erlass des Toleranzpatents durch Kaiser Joseph II. entstanden. Das Langschiff ohne Turm dürfte in den Jahren 1840 bis 1850 erbaut worden sein, was durch eine Originalschrift über einen Orgelankauf aus den Jahren 1850 bis 1852 untermauert wird. Der Glockenturm wurde in den Jahren 1937 bis 1938 angebaut. Seine Glocke, die von der Firma Grassmeier in Innsbruck gefertigt wurde, wiegt 850 kg.

Pfarrkirche St. Ulrich

Die Pfarrkirche St. Ulrich liegt am östlichen Rand des Ortes Kellerberg. Die Pfarre gehörte 1100 zur Provinz Aquileia und musste an den damaligen Patriarchen Raimund Zehent (Abgaben) leisten. Den Aufzeichnungen ist zu entnehmen, dass Friedrich III. von Ortenburg im Jahre 1058 den Weiler St. Ulrich und die Kapelle, die dem Heiligen Ulrich gewidmet war, dem Chorherrn der Kirche geschenkt hat. Kirchenpatron: Heiliger Ulrich, geboren 890 in Augsburg, 923 von König Heinirch I. zum Bischof bestellt, verteidigte 955 seine Bischofsstadt erfolgreich gegen den Ansturm der Ungarn. Seine bischöfliche Arbeit versah er mit Fleiß und Ausdauer: Bildung des Klerus, hielt regelmäßige Visitationen und Diözesansyndoen, unterstützte Klöster und Stifte, erbaute und verschönerte Kirchen, half Armen und Kranken. Ulrich starb am 04.07.973 in Augsburg und wurde in der St. Afra-Kirche bestattet. 

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Filialkirche St. Lambert zu Töplitsch

Das Kirchlein liegt am nordöstlichen Dorfrand und ist mit einer Friedhofsmauer umgeben. Der Ursprung der kleinen gotischen Dorfkirche reicht bis ins Mittelalter zurück. Laut einer Urkunde vom 21.04.1428 vertauschte Hermann Graf von Cilli je eine Hube zu Töplitsch und zu St. Johann in der "Villacher Pfarr" (Pfarre St. Martin). Nach einer Urkunde vom 20.06.1664 erwirkte der Patron Martin Widmann, Graf zu Ortenburg, beim Patriarchen, dass das Gotteshaus St. Lambert in Töpltisch der Pfarre St. Ulrich in Kellerberg als Tochterkirche (Filiale) einverleibt wurde. Das "ziemlich große Dorf Töplitsch" hatte niemals einen eigenen Pfarrer und die Bewohner suchten bald da, bald dort eine Kirche auf. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte das Dorf Töplitsch zur Pfarre St. Martin/Villach. Kirchenpatron: Heiliger Lambert, 672. Bischof von Maastricht; er widmente sich der Erneuerung des Kirchenlebens in seinem Bistum. Als Lambert gegen den Grafen Dodo die Rechte der Kirche verteidigte, wurde er von diesem am 17.09.705 ermordet. Seine Gebeine wurden um 715 von Maastricht nach Lüttich übertragen. Das Gedächtnis Lamberts wird am 18.09. begangen.